O Du fröhöhö…

Allen Gerüchten zuwider ist Feinschmeckerfolk noch da und quicklebendig – aber im Herbst musste wegen anderer Veranstaltungen eine kleine Schaffenspause eingelegt werden. Zwischen den Jahren nehmen wir aber wieder die Fäden in die Hand und starten in ein neues Musikjahr.

Los geht es dann wieder am 16.01. in der Volkswirtschaft in Bärstadt!

Kommt gut ins neue Jahr, auf Wiederschmecken!

Herbst!

Die Sommerpause ist nun endgültig vorbei, alle Mitglieder des Küchenteams sind wieder im Lande und wir begrüßen unsere musikalische Lieblings-Jahreszeit am 16. Oktober im Bogside e.V. Irish Pub in Offenbach.

In den nächsten Tagen werden wir auch unsere Sommer-Erlebnisse auch hier im Band-Blog nachtragen, denn es gibt wirklich einiges zu berichten, von hochsommerlichen Temperaturen, aber auch von sehr niedrigen…

Also, die Servietten umgebunden, das Besteck poliert und den Aperitif bereitgestellt!

Frühlings Wanderung

Bei (hoch)sommerlichen Temperaturen trafen sich am Fronleichnamstag ca. 150 Wanderbegeisterte im Bad Schwalbacher Kurpark zu einer besonderen Prozession im Rahmen des Schwalbacher Kultursommers. Nicht, um im Namen des Herrn, sondern um mit Tim Frühling zu wandeln.

Am Ort der Rast wartete ein Küchenteam des Kultursommers samt Bürgermeister und das Küchenteam von Feinschmeckerfolk (jeweils ohne Geschmacksverstärker) auf die auch musik-kulinarisch ausgehungerten. Beide Küchenteams versorgten die Wanderer mit allerlei Köstlichem:

Wir kredenzten den Brotzeitlern dynamisch und notwendigerweise spontan angepasste Musik und diese ließen sich das Hors-d’œuvre schmecken, bevor am Ende der Lese-Wanderung das Hauptgericht lockte: Ein Konzert im Kurpark.

Der Auftritt auf der Kurparkbühne – in Südausrichtung als Salamander getarnt – wurde zu einer hochsommerlichen Hotbox mit starker Oberhitze zum Warmhalten der Köche und brachte uns gar schön ins Schwitzen.

Es war ein schönes Konzert – und soweit wir das beurteilen können, hatte das Publikum im Schatten fern der Bühne auch eines.

Meldung!

Feinschmeckerfolk bringt 90-jährigen zum Tanzen

Nach seinem Besuch beim Straßenkonzert in der Nesenstraße lud uns Uli kurzerhand zu seinem 90. Geburtstag ein – und wir tischten natürlich auf wie erbeten.

Hach, Wohnzimmerkonzerte sind doch immer wieder eine besonders schöne Gelegenheit, um ohne Geschmacksverstärker das Feinste aus dem Kochbuch zu servieren. Was für eine Atmosphäre! Der Geburtstag eines Menschen, der seine Liebe zur Musik mit uns teilte, bot den perfekten Rahmen für unsere
Lieder, Arrangements und Geschichten – unverstärkt und authentisch.

Das Highlight des Abends: Gegen Ende des Konzert, bei einem unserer Klassiker, konnte Uli nicht mehr stillsitzen und sprang auf, um das Tanzbein zu schwingen. Wir freuen uns auf die nächste Gelegenheit, unsere Musik in solch einer Atmosphäre zu teilen – und natürlich auf Ulis nächste Tanzdarbietung!

Nach dem Konzert stellte sich heraus, dass Uli und Bertrams Vater in den 1950er Jahren im gleichen Pfadfinderstamm in Villingen im Schwarzwald aktiv waren. Mittlerweile haben beide wieder Kontakt und treffen sich regelmäßig. Small world.

Probekochen

Um noch mal für die anstrengende Festivalsaison (höhö) Luft holen zu können und uns nochmal etwas vorzubereiten, zogen wir uns über Pfingsten ins muckelige Wispertal zurück, um dort in einem gekaperten Wohnzimmer an unserem Programm zu feilen.

Auch, wenn sich vieles um gutes Essen, Snacks (und viel Kaffee) drehte war es gut, mal richtig viel Zeit zur Verfügung zu haben und so lange proben, planen und plaudern zu können, ohne ständig auf die Uhr zu schauen.

Und ein wichtiger Anlass war auch, systematische Erfahrungen mit unserer schon länger eingesetzten und vor allem von der amerikanischen Bluegrass-Szene inspirierten „Single-Mic“ Abnahmetechnik zu sammeln. Beim Single Mic singen wir nicht in einzelne eigene Mikrofone und jedes Instrument wird einzeln verstärkt, sondern wir stehen relativ eng um ein zentrales Stereo-Mikrofon und regulieren den „Mix“ durch Abstand und Position zum Mikrofon. Das ermöglicht uns ein möglichst natürliches Klangbild ohne Tonabnehmer und vor allem ermöglicht es uns, miteinander zu musizieren und uns auf das Zusammenspiel zu konzentrieren.

Also haben wir unsere Technik aufgebaut und mit Kopfhörern und viel Aufnahmen und Abhören gearbeitet, um unseren akustischen Mix noch besser abzuschmecken. Wir nutzen diese Technik schon fast seit der ersten Stunde – aber es wird noch etwas spannend, wie gut die Tontechniker auf den größeren Auftritten mit der Technik klarkommen. Wir sind davon überzeugt und das Proben mit Kopfhörer hat uns viele interessante Einblicke in unsere Würztechnik

Neben viel Musik und gutem Essen gab es auch einiges an Action, von Morgengymnastik über gemeinsames Einsingen, Spaziergängen und einem ordentlichen Hexentanz Hexenschuss.

Straßenkinder

Im Vorfeld zum Eurofolk-Festival, in dem Feinschmeckerfolk in diesem Jahr den Opener kredenzen darf, hat der Folkverein die Gelegenheit genutzt, mit einem kleinen Straßenmusikfestival die Werbetrommel zu rühren:

Am 24. Mai waren mehrere Bands und Solokünstler*innen geladen, an verschiedenen Orten rund um die Ingelheimer Neue Mitte Straßenmusik zu präsentieren – und wir waren natürlich auch dabei!

In der Fußgängerzone, vor Geschäftseingängen, vor Cafés und in Hinterhöfen konnten wir uns von unserer besten Seite zeigen und Ingelheim mit akustischer Haute Cuisine verwöhnen (und gute Pressestimmen einfangen!)

Nach einigem Herumziehen von Ort zu Ort – immer gerade außerhalb Hörweite der anderen Künstler*innen – lud uns schließlich Dirks Tonkaffee für ein kleines Abschlusskonzert auf die Bühne.

Ingelheim, wir kommen…!

… und ganz ohne Geschmacksverstärker!

In der Corona-Zeit ist die Nesenstraße zur Klangmeile avanciert: Regelmäßig sind die Anwohnerinnen und Anwohner zum entspannten Straßenkonzert geladen, und am 04. Mai waren wir eingeladen, ein Mittagsmenü mit ausgewählten Spezialitäten servieren.

Ganz unverstärkt – ohne Geschmacksverstärker – haben wir wie immer regionale, saisonale und natürlich akustische Häppchen aufgetischt, denn eine Sicherung hatte uns kurzerhand den Strom abgedreht.

Das Publikum wusste das aber besonders zu schätzen und konnte so echte und unverfälschte Kost aus der Open-Air-Bioküche genießen und jede Nuance herausschmecken.

Ein großes Dankeschön geht an Irene für das große Engagement mit bislang über 90 Konzerten und an die Nachbarn aus dem Nordend und alle Gäste – Ihr wart das perfekte Gewürz für unseren „Streetfood Sunday“. Ihr wisst ja: Liebe geht durchs Ohr…

Große Ereignisse…

Im Juni ist Hochsaison – auch bei uns. Am 19.06. sind wir in Bad Schwalbach beim Kultursommer (→ reservix) bei einer Waldwanderung mit Lesungen von Moderator und Autor Tim Frühling, bekannt aus Folk, Funk und Fernsehen… oder so ähnlich…

Und direkt am Tag danach geht es zum traditionsreichen Eurofolk Festival in Ingelheim am Rhein. Nachdem wir im letzten Jahr dort unser inoffizielles Debüt beim Helferabend geben durften, wurden wir gleich für 2025 auf die Rosenbühne eingeladen. Folk, folk and awayyyy….

Das große Schnüff!

Für den 15. Februar 2025 waren wir – nach einer Abstinenz von 5 Jahren – zurück in Maintal-Bischofsheim für ein Konzert in der evangelischen Kirche eingeladen. Beim letzten Mal, im Herbst 2020 standen wir noch mit Corona-Abstand auf der Bühne und auch das Publikum war nach Haushalten getrennt mit Mundschutz und 2G-Einlassbeschränkung zwangsläufig dünn gesät.

Dieses Mal aber gab es große Vorfreude auf volle Kirchenbänke – aber kurz vor dem Wochenende kam zu unser aller Schreck eine Krankmeldung von Klaus. Und das, wo wir doch extra mehrere Bühnenpremieren geplant hatten!

Nun, es ist ja Fastenzeit und da muss man dann eben auch mal auf die Sahnehaube verzichten. Aber Kalorienreduziert ist halt nur dreiviertel so lecker, daher hieß es nach dem Soundcheck erstmal Trübsal blasen :'(

Schließlich haben wir das dreivierteligst-Bestmögliche daraus gemacht und den Fokus auf die feineren Geschmacksnuancen gelegt. Das Menü hatte weniger Wumms, als das Küchenteam sonst serviert, aber dafür jede Menge feiner Aromen in einem vollen Kirchenraum. Und wie immer bei den Konzerten in Alt-Bischofsheim gab es auch Verpflegung in der Pause – eine Tradition, die wir wohl bei unserem ersten Auftritt unwissentlich mit begründet haben.

An ein paar der Premieren haben wir uns auch ohne Bass gewagt, aber unser neuestes Stück haben wir nochmal zurückgehalten, das wollen wir dann doch lieber gemeinsam präsentieren. Es bleibt also spannend…

Wir kommen gerne wieder – dann aber in voller Besetzung!

Ein großer Kleinkunst-Abend

Am 28. Februar 2025 durften wir bereits zum zweiten Mal diese wunderbare Bühne in Friedrichsdorf bespielen – und was sollen wir sagen: Der Keller war diesmal gut gefüllt und die Stimmung entsprechend köstlich. Nach unserem Motto „regional.saisonal.akustisch“ gab es ein vielfältiges Menü aus alten Klassikern und frisch aufbereiteten Arrangements, liebevoll angerichtet von Violine, Viola, Bass, Gitarre und unseren vier Stimmen.

Besonders gefreut haben wir uns über die vielen bekannten und neuen Gesichter im Publikum, die ihrer Begeisterung auch mit der (berechtigten) Frage nach einer CD Ausdruck gaben. Wir müssen gestehen: Ein Album gibt es (noch) nicht – vielleicht sollten wir demnächst tatsächlich eines aufnehmen, die ersten Ideen schwirren uns schon im Kopf. Natürlich schmeckt es aus der Konserve nicht so gut wie live, aber manchmal ist ja warmhalten auch ein Weg mit langer Wartezeit umzugehen…

Herzlichen Dank an Garniers Keller und alle Gäste, die uns diesen großartigen Konzertabend ermöglicht haben. Dank auch an Tony für die Verpflegung – das hat wirklich zum Musikprogramm gepasst!

Feinschmeckerfolk beim Konzert in Garniers Keller