Der Geschmack von mehr

Das Kuhtelier in Karben ist in der Region bekannt für seine herzliche Atmosphäre und kulturelle Vielfalt: Bei der „Open Stage“ zum 14. Geburtstag  durften wir einen kurzen, aber aromatischen Vortrag liefern und gemeinsam mit den Zuschauern einen abwechslungsreichen Abend erleben. Von Klassik über Chansons bis hin zu kritisch-politischen und komödiantischen Beiträgen war alles dabei – und auch für uns war Platz auf der Werkbank, um ein bisschen fein abgeschmeckten und frech gewürzten Folk zu präsentieren.

Die Bühne im Karbener "Kuhtelier"

Es kommt dann wirklich etwas überraschend, wenn man die ganze Zeit gebannt anderen zuhört, und dann plötzlich selbst auf die Bühne muss, aber noch ganz in den anderen Beiträge versunken ist. Aber es ging alles gut und nach der Reaktion des Publikums und der Gastgeber zu urteilen, könnten wir irgendwann im nächsten Jahr mal einen Abend lang auftischen… Wir sind gespannt!

Kellerküche

Nach der Winterpause recken sich im Küchenteam die ersten Keime ihr zarten grünen Blättchen in die Höhe und spüren dem Licht nach – natürlich nicht nach dem Sonnenlicht alleine, sondern nach dem Rampenlicht!

Nach einer kurzen Aufwärmrunde zur Geburtstagsfeier des Kuhtelier in Karben am 07.02. (aber nur kurz sautiert für 15 Minuten Ruhm auf der offenen Bühne) startet die diesjährige Saison in Friedrichsdorf:

Manche gehen zum Lachen in den Keller – wir kommen zum Köcheln, Brutzeln, Anrichten und (haha) Garnieren auf die schönste Kleinkunstbühne westlich der A5, nämlich in Garniers Keller am 28. Februar 2025.

Dort präsentieren wir ein vielschichtiges und mehrgängiges akustisches Menü mit den besten Zutaten. Leise und laut, wild und sanft, stürmisch und verträumt, und wie immer mit viel Liebe serviert.

Liebe geht durch den Magen – Feinschmeckerfolk geht ins Ohr.

Bon appetit!

Bogside Origins

Schön, mal wieder wieder im herzlichen Bogside zu sein – einem musikalischen Zuhause. Dieses Mal hatten wir Songwriter Adrian H.Z. Kunzmann aus Berlin an unserer Seite, der nach vielen Jahren wieder ins Bogside zurückkehre und den Abend mit seinen großartigen Songs eröffnete. Danach gab Feinschmeckerfolk ein Programm mit Songs von Adrian und eigenen Stücke: alles selbstgemachte Kost aus eigenem Anbau (mit einer Ausnahme, aber es wäre wohl zu riskant, das hier zu schreiben*…).

Der Bogside ist und bleibt ein besonderer Ort für uns: Hier, im gemütlichsten Pub östlich des Nullmeridians, haben wir nicht nur unseren ersten Auftritt absolviert, sondern auch zum ersten Mal das legendäre „Mmmmmh“ gehört, das seither ein Markenzeichen unserer Feinschmecker-Familie ist.

Auf wiederschmeck!

*Der einzige nicht-eigene Song war „There’s Too Much Risk Involved“ von Shane Cooley aus Virginia, dem wir und insbesondere Adrian freundschaftlich verbunden sind.

Reisebegleitung

Feinschmeckerfolk Goes Academic: Zusammen mit LevelUp und der Professur für südosteuropäische Geschichte der Justus-Liebig-Universität Gießen ging es für das Küchenteam am 12.12. auf eine historische Reise, nämlich mit einer Handelskarawane von der heutigen Ukraine bis nach Istanbul.

Anlass war der Launch des Serious Games „Merchants of Istanbul“ – einem Lernspiel, das über Kultur, Wirtschaft und Geographie in der Zeit um 1400 informiert. Im Rahmen der Vorstellung wurden die Charaktere des Spiels vorgestellt – und von uns musikalisch zum Leben erweckt: Karawanenführer Aswadur, Übersetzer Josef, Fuhrknecht Kiebitz und der grimmige Krieger Mustafa.

Die Hauptcharaktere des Serious Games "Merchants of Istanbul"

Mit unseren Jingles begleiteten wir die Karawane (und das Fachpublikum) auf eine akustische Reise durch Städte und Charaktere – mit Musik als orientalisches Gewürz, das die Geschichte lebendig macht. Anschließend ließen wir den Abend mit eigenen Liedern und einer Prise Feinschmeckerfolk-Magie sanft ausklingen. Ein besonderer Dank geht an Prof. Nicole Immig, die den Funken für diese einzigartige Kooperation entfacht hat – Danke, dass ihr uns die Chance gegeben habt, Musik und Wissenschaft ungewöhnlich, aber harmonisch zu verbinden! Es war ein Abend voller spannender Geschichten und einer ganz besonderen Atmosphäre, die nur dann entsteht, wenn man Serious Games und Serious Folk kombiniert.

Bis zum nächsten Mal – sei es in der Akademie oder in der Küche – bleibt hungrig nach guter Musik und neuen Abenteuern!

Liturgie trifft Kulinarik

am 8.12. war Feinschmeckerfolk „im Auftrag des Herrn unterwegs“. Etwas außerhalb unseres üblichen Band-Habitats durften wir eine Gottesdienst in Dreieich-Sprendlingen mit unserer speziellen Note begleiten. Da unsere Geigerin Lui leider nicht dabei sein konnte, gab es dieses Mal ein „kalorienreduziertes“ Feinschmeckermenü im spirituellen Raum, für das wir spontan ein paar geistliche Lieder abgeschmeckert haben.

Jeder Akkord wie ein Hauch von frischem Thymian, jede Melodie ein warmer Apfelstrudel für die Seele…

..und vielleicht dürfen wir auch mal in voller Besetzung für ein weltliches Konzert vorbeikommen?

Bitte recht gemütlich!

Was gibt es besseres, als sich nach einem anstrengenden Tag eine Kleinigkeit aus der Küche zu schnappen, sich ein Getränk einzugießen, sich auf die Couch zu fläzen und der Folkband zu lauschen, die im Wohnzimmer zufällig ein Konzert gibt?

Eigentlich nichts – und deswegen würden wir es immer wieder tun! Das besagte Wohnzinmmer in einem Darmstädter Wohnprojekt war nicht nur mit ordentlich Gemütlichkeit, sondern auch mit einer tollen Akustik ausgestattet, und so unmittelbar, unverstärkt und ungefiltert ist das nicht nur ein Erlebnis für das Publikum, sondern auch für die Musiker*innen.

Und wenn wir dann auch noch – jahreszeitenbedingt – ohne irgendwelche Ausreden unsere Lieblings-Herbstlieder spielen können, dann ist sowieso alles in Buttercrumble…

Was für ein großartiger Abend!

Barfuß und Apfelmus

Kirschberg, Apfelbaum… wenn Euch jetzt noch nicht der (Apfel)saft im Munde zusammenläuft, wissen wir auch nicht weiter.

Zusammen mit dem Frankfurter Zweierlei und dem harten Hessen Gottfried Lehr lassen wir den Sommer beim Kelterfest des Streuobstzentrums Bad Vilbel ausklingen, mit Flammkuchen, Worscht und Frischgepresstem*. Livemusik ab 15 Uhr – bis dann!

*Profis bringen selbst Geschirr und Becher mit

Handkäs meets Mordswetter

Mörderisch gut und hessisch hart geht es zu – am 9.8. sind wir in der Kulturhalle Schanz in Mülheim zusammen mit Autorin Uli Aechtner und Songwriter Gottfried Lehr.

Da schenken wir uns noch ein Geripptes ein, wenn Gottfried die Musigg zum Handkäs macht und lauschen gebannt Ulis meteorologischem Krimi „Mordswetter“. Und wenn das ferne Donnergrollen verklungen ist, servieren wir einen Nachtisch aus dem Feinschmecker-Repertoire mit Pfiff und Rafinesse. Ein Abend voll nach unserem Geschmack: regional, saisonal und akustisch!

Back home im Bogside

Das Bogside ist ein Teil unserer „Origin Story“: Unser erster Auftritt fand hier statt (noch als namenloses Trio und mit dem Programm „Feinschmeckerfolk“) und hier haben wir auch zum ersten Mal das „Mmmmmh“ nach einem besonders leckeren Song vernommen, das seither ein Markenzeichen für das echte Feinschmeckerpublikum geworden ist.

Am 20. Juni konnte Klaus endlich sein Debüt im gemütlichsten Pubs östlich des Nullmeridians geben –  die Probezeit ist damit offiziell beendet (im Bogside spielen ist das Äquivalent zu einem erkochten Stern). Und es war ein Festmahl!

Es ist immer wundervoll mit den vertrauten Gesichter der Stammgäste, aber auch neue Besucher, die zum ersten Mal von der musikalischen Haute Cuisine kosten. Und mehr kann man sich von einem Publikum wirklich nicht wünschen: offen, begeistert und mit einem unstillbaren Appetit auf gute Musik. Und weil das Bogside so muckelig ist und man beinahe dem Publikum auf dem Schoß sitzt, ist es weniger Konzert als gemütliche Hausmusik. Wir freuen uns schon auf das nächste Mal! Vielleicht gibt es im Dezember ja noch ein Special… Sláinte!

Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin!

Nach dem großen Pre-Release Konzert in Frankfurt sollte das ganze hochstaplerische Feuerwerk aus der Frankfurter ArtBar auch in Adrians Wahlheimat Berlin stattfinden. Also setzen sich drei Feinschmecker-Spitzenköche zusammen mit Klangküchenmeister Maurice (diesmal allerdings „nur“ als Gitarrist) in einen grünen Zug voller kroatischer Fußballfans (Wagen 2! Am Vierertisch!) und tuckern in die Capital B, um dort die Bar Bobu in Friedrichshain aufzumischen. Schlagzeuger Max „Hoff“ (Spiderwebs & Foam) reist separat und unser Tiefton-Experte Klaus am Kontrabass ist schon aus Dienstreisegründen in der Hauptstadt, wenn auch etwas bleich um die Nase (obacht bei fremden Küchenchefs). Im dritten Menü-Abschnitt übernimmt Katharina Dommisch (The Jooles, The Floorettes, The Everettes) den Part am Bass.

Bis auf eine, naja, winzige Verzögerung bis endlich jemand die Bar öffnet und der Soundcheck eine Stunde kürzer werden muss, als geplant, haben wir und das Publikum einen tollen Abend in Club-Atmosphäre!

Ein bobubombastischer Abend – auch wenns am Ende keinen Pokal gab. Na, vielleicht holen wir uns den ein anderes Mal…

Ein großer Dank geht an Rosanna und Gertrude für den Instrumententransport von Rhein-Main nach Berlin!